Gesamtschule Lippstadt

Auslober: Stadt Lippstadt
November 2012

Städtebauliche Konzeption
Entwurfliches Ziel ist es, mit der Ausbildung eines übergeordneten stadträumlichen Bindegliedes den Gesamtschul-Neubau und die vorhandenen Gebäude wie Grundschule, Sport- und Schwimmhallenkomplex sowohl funktional als auch räumlich, durch Ausbildung einer Schulstraße in Ost- West- Richtung miteinander zu verbinden. Sie fungiert als ‚Sammler‘ und verknüpft sowohl die Hauptzugänge der Bestandsbauten als auch des Naubaus sowie die erforderlichen Park- und Fahrradstellplätze.

Neubaukonzept
Der Neubau der Gesamtschule ist nach außen als signifikantes, ganzheitlicher Gebäudekomplex konzipiert. Fachklassen, Lehrer/ Verwaltung und Jahrgangscluster gruppieren sich gemeinsam um eine verglaste Eingangs- und Pausenhalle und den offenen, steinernen Innenhofbereich.

Dieser verglaste Kommunikations- und Aktionsbereich bildet gemeinsam mit dem Innenhof die organisatorische Mitte, ist Orientierungs-, Aufenthalts- und Pausenraum mit Café und Chill-Inseln. Erdgeschossig sind hier Forum-, Mensa- und Ganztagsbereich angeordnet.

Die Fachklassenbereiche Chemie, Physik, Biologie, Kunst, und Hauswirtschaft befinden sich in den oberen Geschossen des seitlichen Flügelbaus. Die Unterrichtsklassen sind organisatorisch und räumlich in 3 Lerncluster zusammen
gefasst, jeweils verteilt auf ein Geschoss.

Konstruktionsprinzip
Die Primärkonstruktion als Stahlbetonskelett besteht aus einem konventionellen Stahlbetontragwerk. Der zweischalige Wandaufbau ist mit einer 20 cm starken Kerndämmung und einer vorgehängten Ziegelfassade versehen.

Die verglasten Wandanteile werden als Pfosten-Riegel-Fassade aus Holz-Aluminium geplant. Der Sonnenschutz in den Klassenbereichen erfolgt über Screen-bespannte Markisen, welche sich automatisch dem Sonnenstand nachführen. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und werden teilweise zur Aufstellung von Sonnenkollektoren genutzt.

Freiraumgestaltung
Ziel der Freianlagenplanung ist die Bereitstellung von differenzierten Nutzungszonen für Schüler. Die fußläufige Erschließung dieses Vorbereiches beginnt mit dem Motiv des Ankommens und Eintretens. Hier bietet der großzügige Vorplatz die Möglichkeit zur Begegnung und Kommunikation, die sich in der Erdgeschoßnutzung durch alle Nutzungsbereiche fortsetzt. Großzügigkeit und Kommunikation prägen die Atmosphäre der zentralen Bereiche im Inneren des neuen Schulgebäudes und sind wesentlicher Bestandteil der identitätsstiftenden Prägung der Architektur, unserer Vorstellung von einem Ort der erlebten Gemeinschaft.