Amtsgericht Dresden

Auslober: Freistaat Sachsen
Auszeichnung: 4. Preis
Bearbeitung: Oktober 2006

Die Gebäudekonzeption folgt konsequent den Vorgaben des Bebauungsplans. Entlang der Baulinien wird der Baublock unter Wahrung der Traufhöhenvorgabe von +136,0m geschlossen. Durch Optimierung der Geschosshöhen können sieben oberirdische Nutzungsebenen angeordnet werden, die eine kompakte und wirtschaftliche Gebäudeform bei gleichzeitiger Freihaltung des Innenbereiches ermöglichen. Eine künftige Erweiterungsoption besteht in der Ausführung einer verbindenden Querspange durch den Hof.

Das Gebäude wird über wenige Versatzstufen im Sockelgeschoss erschlossen. Über eine repräsentative Treppe erreicht man das Erdgeschoss. Auf +116,41 sind die Saalebenen des Altbaus und des Neubaus ohne Niveausprung miteinander verbunden.

Die Wartebereiche vor den Sälen des Amtsgerichts orientieren sich, über zwei Geschosse mit einer Freitreppe verbunden, zum Innenhof.

An der Verbindungsstelle zwischen Alt und Neu befindet sich in zentraler Lage die Kantine und im 1.OG die neue Bibliothek. Geometrie und Ausdehnung des Baukörpers korrespondieren mit dem gegenüberliegenden Altbau.

Die sinnfällige Ringerschließung mit vielfachen Ausblicken aus Alt- und Neubau in den Innenhof sichert eine einfache und eingängige Orientierung.

Entlang der Schulgutstraße ist das Gebäude unterkellert. Hier befinden sich die Haftzellen mit separater Anfahrt, Technikflächen und ein Teil der Einstellplätze. Die übrigen Stellplätze befinden sich im begrünten Innenhof und werden durch ein geometrisch geformtes „Dach“ aus kugelförmigen Ahornbäumen überdeckt. Die Hofebene steigt dabei zum Altbau hin gleichmäßig an. Da die Sonderräume und die Besucherbereiche erst auf der Saalebene beginnen, hat man von dort aus einen Ausblick in die Laubkronen der Bäume.